Auswandern – Tipps und Eigene Erfahrungen

Allgemeine Erfahrungen

Was ich ihnen hier gleich ans Herz legen möchte, ist, dass sie hier in einem anderen Land und NICHT MEHR in Deutschland leben!!! Vieles ist hier Neu und ungewohnt, Termine von Handwerkern nicht immer bindend, doch sie kommen, wann auch immer!!! Verschiedene Behördenwege oder Vertragliche Termine dauern eben u.U. auch mal länger, doch was soll’s „Pass de Problem“, denn wenn sie sich aufregen, wirds auch nicht besser. 😊😊😊 Vielerorts ist „Hektik“ hier ein Fremdwort, ebenso Stress, und das ist auch gut so!!!! Was man hier hat, ist Zeit, Geduld und die Ruhe!!! Auch wir mussten, und müssen, uns daran immer wieder gewöhnen!!!  😊😊😊

Vieles, was ich hier schreibe und schildere, bezieht sich auf unsere, in der jeweiligen Stadt oder Departement gemachten Erfahrungen, sie sich jedoch von Zeit zu Zeit, evtl auch von Stadt zu Stadt oder Departement zu Departement, ändern können!!!

Das Klima ist ein weiteres Thema und gerade beginnen hier die ersten Herbststürme, die viel „intensiver“ sind, wie in Deutschland. Auch ist es dabei ein Unterschied, ob man an der Küste oder im Landesinnere, im Süden oder Norden, lebt. Die Luft haut uns nach Spaziergängen am Meer immer wieder um und ich vergleiche dies mal mit einer intensiven „Salz-Aerosol-Inhalation“!!! Mein Eindruck dabei ist, dass sich der Körper nun im Ganzen erholt!!! 😊😊😊
Eine Wettervorhersage ist für Uns noch kaum möglich, denn die Winde vom Meer her, verändern oft die Vorhersage hier an der Süd-Küste, so Unsere Erfahrungen bisher. Entsprechende Wetter-Apps finden sie hier http://www.bretagne-urlaub-und-reise-tipps.de/tiede-wetter-apps/

Die Bretonen sind sehr nette, freundliche und (meist) hilfsbereite Menschen, dies erst recht, wenn man ihnen sagt, dass man hier Leben möchte, hier wohnt!!! Wir wollen, und versuchen, uns ihnen anzupassen, ihre Sprachen (Französisch und Bretonisch) zu lernen, die Ruhe und Gelassenheit zu übernehmen, was zugegeben nicht immer ganz einfach ist, doch es lohnt sich!!!! Ein „Bonjour“ oder „Bonne journee“, sowie weitere Freundlichkeiten, ein Lächeln im Gesicht oder Zuvorkommend-sein z.B., sind hier selbstverständlich!!!  😊😊😊 Die Bretonen als wahre Freunde zu bekommen, ist schwer, doch wenn sie diese als Freunde haben, dann sind sie dies richtig!!! 😊😊😊

Beim Einkaufen wird oft ein kurzes Gespräch mit dem Personal geführt und wenn die Schlange hinter uns noch so lange ist!!!! Da wird dann gelacht und sich gefreut, man hat auch Verständnis, wenn es mal mit der Sprache nicht so klappt. SOLIDARITÄT und das MITEINANDER werden hier ganz groß geschrieben, Hektik ist meist, und wenn dann in den Städten, ein Fremdwort!!!

So haben wir bisher kaum Stau’s auf den Autobahnen erlebt und wenn dann war a. die Rettungsgasse frei und b. Alle hatten die Ruhe, niemand drängelte!!! Zebra-Streifen werden beachtet, wo die Fußgänger „Vorrang“ haben, man winkt und bedankt sich dann. So ist vieles, an das ich mich/wir uns gerade im Straßenverkehr gewöhnen mussten, dies jedoch nicht mehr missen möchten!!! 😊😊😊 Bei den Benzin-Preisen an den Tankstellen ist ebenfalls ein Unterschied zu Allemagne, denn die Preise sind stabil, ändern sich oft über Tage nicht und viele haben den gleichen Preis. So unsere Erfahrungen auch hier. 😊😊😊

Die Ruhe im Allgemeinen, dann speziell in der Natur, die Luft, die Farben der Natur, ob am Meer oder im Wald, ist ein weiterer Pluspunkt, den wir auch schon in der Normandie zu schätzen wussten. Dies erst recht, seit wir hier Leben!!! Kaum Flugzeuge, keine Autoschlangen, kein Gehupe oder Sondersignale von Polizei, Rettungsdiensten oder der Feuerwehr, keine Sirenen aus Industriebetrieben, auch daran mussten wir uns erst gewöhnen. Dies gerade ich, der 30 Jahre bei einer Berufsfeuerwehr in der Industrie tätig war!!! 😊😊😊

Das Essen, die Qualität der Produkte, ist ebenfalls ein Thema für uns. Oft direkt vom Erzeuger, den Fischern und Muschelzüchtern, aus der Boulangerie („Bäckerei“), ein GENUSS!!!! Doch auch in den Einkaufsmärkten ist die Frische und Qualität meist TOP!!! Die Wochenmärkte sind für uns immer wieder ein Erlebnis!!! Die Vielfalt der Produkte, man wird beraten, der Preis stimmt meist und wenn  man mal nicht kauft, ist das auch kein Problem!!! 😊😊😊

Die Ladenöffnungszeiten sind auch anders, wie in Deutschland!! So hat z.B. die Bank Montags geschlossen und dafür Samstags geöffnet. Einige Geschäfte haben während der Mittagspause geschlossen. Hier sollte man sich vor Ort informieren. Viele Lebensmittelgeschäfte haben hier Sonntagvormittags geöffnet!!! „Weihnachten“ ist hier nur am 25.12. und wird im Familienkreis mit einem guten Essen gefeiert  😊😊😊

Viele ältere Häuser sind hier aus altem Stein. Dies hat zur Folge, dass vieles seinen eigenen Standard hat, der nicht immer dem Deutschen Maßstab entspricht!! Die Fenster sind oft ein-glasig, die Heizung funktioniert meist über Holzfeuer, Nachtspeicher oder „normalem Strom“, selten eine Zentralheizung. Aber man kann „Überleben“!!! In wieweit diese Häuser isoliert sind, ist eine weitere Sache mit der man sich dann beim Langzeit-Mieten oder Kauf beschäftigen sollte. Gerade auf dem Land, besonders in den Weilern, gibt es keine Abwasserentsorgung, wie sie dies aus Allemagne oder den Städten gewohnt sind. Dafür hat das Haus dann eine Fosse und das Wasser wird über eine „Verrieselung“ im Erdreich entsorgt. Diese Anlagen werden von der Mairie überwacht, sind da registriert. Keller, wie man diese in Deutschland gewohnt ist, findet man hier direkt an der Küste selten, wenn überhaupt.

Hat man einen Termin mit einem Handwerker vereinbart, darf/sollte man NICHT UNBEDINGT die Termintreue erwarten, die man aus Deutschland kennt. Wir leben nun in Frankreich und da ist eben einiges das man hier gelassen sieht. So hatte ich einen Termin in einer etwas entfernteren Garage und am Mittag hieß es dann „Ob wir heute damit fertig werden, wissen wir nicht. Vielleicht auch erst Morgen früh!“ Wie da mein Gesicht aussah, verrate ich ihnen lieber nicht!!! Doch das Auto wurde dann doch an diesem Tag fertig!!! 😊😊😊

Wir gehen offen auf die Menschen zu, kommen oft mit ihnen ins Gespräch, lernen dabei auch die Sprache direkt. Ein „Pardon, je parl peu francais“, dazu ein Lächeln, öffnet schon mal Türen 😊😊😊

Beim Einkauf in Supermärkten stellen wir auch einige Änderungen gegenüber Deutschland fest: So sind die Preise der Waren hier in Frankreich (oft)  >>ÜBER<< den Produkten!!! Weiter ist der Kilo- oder Liter-Preis, meist Kleingedruckt und daneben stehend, wichtig!!! Die Packungsgrößen sind auch oft individuell, nach unseren Erfahrungen, und dies bestimmt dann auch den jeweiligen Preis der Ware.

In diesem Zusammenhang mit dem Einkauf noch was zum Nachdenken: Stellen sie sich bitte hier darauf ein, dass man Zeit hat!!! An der Kasse wird in aller Ruhe und ohne Hektik der Scheck zum bezahlen ausgefüllt, auch dann, wenn dies elektronisch über die Kasse ginge.  Bei uns Beiden ist es oft so, dass man sich freut, dass wir nun Neu-Bretonen sind und hier Leben. Ein Lächeln und ein „Kenavo et Avechall“ sind dabei selbstverständlich!! Die Menschen in der Schlange dahinter, bleiben ruhig und gelassen, wie bei so vielem eben!!! 😊😊😊

Hektisch wird es auf den Strassen lediglich vor Arbeitsbeginn und direkt nach Feierabend, wenn die Menschen nach Hause wollen!!! Aber ansonsten gilt „Amzer zo“ oder auf Deutsch „Wir haben Zeit“!!!

Zum Thema „Allgemeine Erfahrungen“ sammeln, zähle ich auch mein Handy-Vertrag mit einem der großen Telefon-Anbieter in Allemagne und das nun „hier-in Frankreich-leben“. Ich schaltete spät Abends, und nach einem langen Tag, aus Versehen mein Handy ganz aus, was mehr unbewusst geschah. Beim Wiedereinschalten hatte ich Probleme mit PIN und PUK, wendete mich an die Hilfe beim Provider. Als ich nicht mehr weiter kam und auch keine Ratschläge halfen, bat ich um eine Neue SIM-Karte, die mir  bitte hierher nach Frankreich geschickt werden möge. Doch das geht nicht, denn für diese Firma geht das nur nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dies nennt sich dann „Europa“!!! Also half nur die Kündigung, die dann auch in kürzester Zeit bewilligt wurde, da ich offiziell nicht mehr in Allemagne lebe und da auch nicht mehr gemeldet bin!!! Nun habe ich mir, mit einer hier schon lange lebenden Freundin, für viel weniger Geld eine Französische Karte gekauft, die das hiesige Netz besser abdeckt, mehr Leistung hat und die ich monatlich kündigen kann!!! Lediglich kann ich mit dieser Karte keine Telefonate mehr, weder aufs Handy noch auf das Festnetz, nach Allemagne führen und somit werden immer mehr Verbindungen dahin gekappt. Beim Festnetz-Anschluss ist es so, dass ich innerhalb der EU auf die Festnetze kostenlos zugreifen kann, jedoch nicht auf die Handy-Netze, denn dafür ist mein Vertrag nicht ausgelegt.

Wenn ihnen jemand sagt, dass dies „Kein Problem ist“ oder sei, Vorsicht!!! Glauben sie dies erst, wenn das Problem WIRKLICH gelöst ist!!!

Sehr wichtig sind auch die Landes-typischen Verhaltensregeln, die sie UNBEDINGT beachten sollen!!! So in Restaurants nicht einfach an einen freien Tisch setzen, sondern dem Service dann fragen, ob noch ein Tisch für … Personen frei ist? Sie werden dann zu diesem hingeleitet und auch bedient. Ein Trinkgeld wird oft in eine „Spardose“ an der Theke geworfen, das dann dem gesamten Personal zukommt. Fragen sie bitte danach.

Der Montag ist ebenso nicht zu unterschätzen, denn sehr häufig haben Geschäfte, Ärzte, Banken und …. an diesem Tag geschlossen. Diese sind im Gegenzug dann Samstags oft „ganz normal“ geöffnet. So hatte ich an einem Samstag Nachmittag erst beim Arzt, dann beim Masseur viele Termine. In der Saison oder in den größeren Städten mag dies anderster sein, das weiß ich nicht. Informieren sie sich in diesem Fall vor Ort, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Vieles wird hier mit Karte oder Scheck bezahlt, ob im Supermarkt oder ….. Die wenigsten bezahlen bar. Auch dies ist eine Umstellung gegenüber Deutschland. Als „empfehlenswert“ finden wir, dass man neben der Bank-Karte aus Deutschland noch eine Kreditkarte dabei hat. Nicht immer wird die Bankkarte von den Automaten akzeptiert und so hat man Ausweichmöglichkeiten. Schecks können sie hier auch über die Automaten der Banken einlösen, wie wir nun wissen. 😊😊😊

Stellen sie sich auch darauf ein, dass hier einiges über den Versandhandel bestellt und gekauft wird, denn die entsprechenden Märkte sind oft viele Kilometer entfernt und ob sie dann dies dort bekommen, ist eine andere Sache. Vieles ist möglich, aber auch unmöglich.

Die Bretagne wird auch als „Klein-Britannien“ bezeichnet und auch dies hat seinen Grund. Vieles ist hier „ähnlich“, so die Dudelsack-Musik und die Röcke der Männer dabei, aber auch die Tür-Schlösser z.B. die auch einmal in die entgegengesetzte Richtung sich öffnen oder schließen lassen. 😊😊😊

Bedenken sie bitte auch, dass sie hier in freier Wildbahn Tiere vorfinden, die sie aus Deutschland evtl nur aus dem Zoo kennen. So können Kreuzottern, hier nur kurz „Vipern“ genannt, in ihrem Garten sein. Petermännchen sind an den Plages oft zu finden, wie uns die Bretonen, Belgier oder auch hier lebende Deutsche immer wieder erzählen. Quallen, wie die „Portugisische Galeere“, bitte nicht anfassen, auch die Tentakeln nicht!!! Diese sind hoch GEFÄHRLICH für Mensch und Tier!!!  Bitte informieren sie sich, wie sie bei Kontakt am besten reagieren!!!

Stellen sie sich hier in Frankreich immer mal auf Streiks ein, die auch landesweit sein können, sich auf die Bahnverbindungen oder auch auf die Versorgung bestimmter Produkte auswirken können. Informieren sie sich deshalb „Zeitnah“, ob ihre Bahn fährt oder nicht.

Sollten sie ihr Auto in der unmittelbaren Nähe des Meeres abstellen, beachten sie die Flut und deren Höhe, denn immer wieder wird von Autos berichtet, die von der Flut erfasst wurden. Ebenso gibt es hier sehr heftige Regenfälle, die zu Überschwemmungen führen können.

Im Moment versuchen wir uns wieder mit der Bildenden Kunst und ich dabei mit der Beton-Kunst. Damit habe ich in Deutschland schon einige Erfahrungen gesammelt, die ich nun hier weiter ausbauen möchte. Nun haben wir uns einen Schnell-Beton hier im Baumarkt besorgt, den ich so nicht kenne und meine Werke erhalten für mich eine wesentlich bessere Qualität, wie in Deutschland. Auch dies stimmt mich optimistisch für weitere Arbeiten in der Zukunft. 😊😊😊

Zum Thema Verkehr habe ich diese Info, die ich aus einer Bretonischen Facebook-Gruppe habe mit Datum 07.01.2020 Die ersten privaten Radarwagen kommen in der Bretagne an ….

Feiertage, wie Weihnachten und Silvester, werden hier auch wieder „Landesüblich“ begangen/gefeiert. So ist der 24.12. ein ganz normaler Arbeitstag, dafür wird am 25. mit einem ausgiebigen Essen im Familienkreis gefeiert. Der 26.12. ist wieder ein Tag wie jeder andere und es wird gearbeitet. Am 31.12. gibt es nur in den größeren Villes Feuerwerke, die von der Commune organisiert sind. Privates Feuerwerk ist hier, bisher, verboten. Gefeiert wird auch hier wieder im Familien- oder Freundeskreis mit einem Essen. Dies ist auch oft am 01.01. der Fall.

Auch im Strassenverkehr ist vieles anderster hier. Stau’s haben wir bisher nur wenige erlebt und dabei sind die Menschen auch wieder gelassen. Die Rettungsgasse wird freigehalten, was ich so ebenso noch nicht erlebt habe. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden (zumeist) eingehalten. Fußgänger an Zebrastreifen haben absoluten Vorrang!!! Auch einige Straßenschilder, auf öffentlichen Straßen wohlgemerkt,  sind ein „Hin-Gugger“ und man traut kaum seinen Augen, dabei sind wir hier doch in Europa!!! Straßenschild in der Bretagne

So gibt es noch viele andere hier.

Als hier dauerhaft lebender Deutscher Rentner bekommen sie jedes Jahr von der Rentenversicherung, sowie ihrem ehemaligen Arbeitgeber im Fall einer Betriebsrente, der Unfallversicherung, kurz BG, einen Brief, der eine Bestätigung enthält, dass sie noch Leben. Mit diesem Brief gehen sie zur Mairie, die dies ohne große Probleme bestätigt. Dann werden die Unterlagen wieder nach Deutschland geschickt. Als ich dies das erste mal bekam, war ich geschockt, doch dieser Vorgang ist mir nun verständlich, keine Frage.

Auch sind in Sachen „Corona-Pandemie“ hier ganz andere Umgangsregeln, wie in Deutschland. Wir halten uns an die Ratschläge unserer Bretonischen Freunde, tragen Masken und halten Abstand beim Einkauf und …. Selbst Freunde umarmen sich nicht im Moment, was vielen hier sehr schwer fällt. Es ist ihre Entscheidung, wie sie sich verhalten.

An dieser Stelle möchte ich sie auch auf Unterschiede im medizinischen System aufmerksam machen, die doch teilweise für Deutsche ungewohnt sind. Viele Ärzte vergeben Termine, volle Wartezimmer finden sie hier selten. Große Praxen mit Sprechstundenhilfen sind ebenso selten, zumindest auf dem Land. Blutentnahmen und … werden in medizinischen Zentren entnommen, in denen diese auch untersucht werden. Den Befund bekommt dann der Arzt und der wiederum stellt ein Rezept aus, dass sie dann bei ihm abholen können. Bei einem Arzt-Besuch sollten sie neben der Krankenversicherungskarte auch etwas Geld oder die Bankkarte dabei haben, denn die Grundgebühr wird gleich abgerechnet. Weiteres erfahren sie von der Casse Maladie.

Wegen unseres Umzuges werde ich auch bald versuchen, eine größere Praxis der Allgemein-Medizin aufsuchen und werde dann auch über meine Erfahrungen berichten.

Da ich nun auch hier in Plogoff bei einem Zahnarzt war, kann ich auch darüber berichten. Dieser Dentist arbeitet auch alleine, d.h. ohne Sprechstundenhilfe. Im Behandlungszimmer steht sein Schreibtisch, von dem er die Daten der Carte Vital übernimmt. Große medizinische Behandlungsgeräte sah ich nicht. Dafür einen Fachmann par ex­cel­lence!!! Sehr einfühlsam, auf die Patienten eingehend und wissen, was Notwendig ist und was nicht. Am Schluss habe ich meine Rechnung per Scheck bezahlt und selbst da half mir der Docteur, denn dies ist noch ungewohnt für mich. Die Kosten werden an die Casse Maladie übermittelt, die dann mit der Deutschen Krankenversicherung abrechnet. So bekomme ich evtl auch eine Rückerstattung meiner Kosten auf mein Bankkonto gut geschrieben.

Ist es ihnen auch schon passiert, dass sie bei einer Kartenzahlung 3 mal die falsche Geheimzahl eingaben und die Karte dann gesperrt war? So ging es mir Gestern beim Tanken, da die Sonne blendete. Zum Glück war meine Frau dabei und wir nahmen ihre Karte. Heute aber ging es auf die Bank und die Lösung war ganz einfach. Die Karte wurde ohne Probleme freigeschaltet, ich holte den geringsten Bargeldbetrag mit der Karte, gab dabei die richtige Nummer ein und gut war.  😊😊😊

Unsere Erfahrungen, über die ich hier berichte, können jeweils der Region oder der Stadt entsprechend abweichen

Weitere allgemeine Tipps sowie Reise- und Sicherheitsinformationen zu Frankreich finden sie hier  auf  der Seite des Deutschen Auswärtigen Amtes

Zur aktuellen CONVID-Lage können wir für den Bereich, in dem wir Leben, sagen,

dass im „Großraum“ Quimper bereits jetzt viele Veranstaltungen gerade auch in Beziehung mit Weihnachten abgesagt wurden! Viele Betriebe im Bereich der Gastronomie und des Fremdenverkehrs leiden massiv unter den Einschränkungen, kämpfen teilweise ums Überleben. Immer wieder erreichen uns entsprechende Meldungen. In vielen Städten gilt die Masken-Pflicht, die Menschen nehmen meist Rücksicht aufeinander, gehen sich aus dem Weg, wenn es geht, selbst bei den Wanderungen entlang der Küste ist dies meist der Fall. Wir hoffen, dass wir von einer weiteren Isolation verschont bleiben, wie wir diese im Frühjahr erlebten!!! Da durften wir nicht ans Meer, täglich 1 Stunde, und NUR IM UMKREIS von 1000m vom Haus entfernt, mit Genehmigung spazieren gehen. Fahrten zum Arzt, Apotheke und Einkaufen waren erlaubt, dies aber auch wieder mit einer Genehmigung. Die Behörden kontrollierten immer wieder und selbst aus der Luft wurden die Strände und Wanderwege überwacht.

Über den Link https://www.interieur.gouv.fr/  Dokument

Dieses sieht so aus:

Formular Teil 1

Formular Teil 2

Formular Teil 3

 können sie sich die Attestation auf ihr Handy laden, was ein Elektronisches Dokument (die Genehmigung) ist, was hier nun als Nachweis der Gründe zum Verlassen des Hauses/Grundstückes benötigt wird. Diese Genehmigung kann man auf dem Handy ausfüllen und beim Aktivieren „Generiere mein Zertifikat“ am Schluss kommt ein QR-Code, den die Behörden bei Kontrollen auslesen können. Dieses mal gibt es hier mehr Möglichkeiten, den Grund zu bestimmen, warum man das Haus/das Grundstück verlässt. Es muss auch jedes mal neu aus ausgefüllt/ausgestellt werden. Hierbei ist es egal, ob sie dieses Dokument in Elektronischer- oder Papier-Form dabei haben.  Wichtig ist, dass sie ein solches überhaupt haben!!! Die Strafen sind empfindlich!!! Es ist in diesen Zeiten selbstverständlich, dass dieses Formular immer wieder erneuert und überarbeitet wird. Achten sie zu ihrer Sicherheit darauf, dass dies der Fall ist.

Nun stellt sich uns immer wieder die Frage „Wie sehen wir, wie weit wir vom Haus entfernt sind?“ Dafür gibt es verschiedene Apps, wie diese hier Radius-App

wie diese vom Französischen Innenministerium. Doch haben wir festgestellt, dass diese, wie einige andere auch, nicht unbedingt immer funktioniert, da das Handy u.U. keinen Empfang entlang der Küste hat, trotz dass wir unsere Handy-Karten von Orange-France haben. So bleibt uns nichts anderes übrig, wie uns vorher zu informieren, wie weit wir Gehen dürfen.

Viele Einzelhändler und Gastronomie-Betriebe kämpfen gerade um’s Überleben und bieten deshalb auch im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen Bringe-Service an. Wir haben einen solchen bereits bei der Isolation im Frühjahr genutzt und waren von der Frische der waren, sowie dem Service, begeistert!!! Wir werden diese Möglichkeit auch dieses ml wieder nutzen. wobei wir sogar kontaktlos mit der Karte bezahlen konnten. Sie können aber auch bei diesen Betrieben teilweise ihre bestellte Ware selbst abholen. In wieweit Baumärkte nun geöffnet haben, wissen wir noch nicht, denn vieles ist uns noch unklar, dazu fehlen uns aktuell noch die Sprachkenntnisse und einiges mehr. Ich werde dies aber hier einfügen, so bald wir mehr wissen, denn auch solches ist für uns ein Thema. Bei den Banken kommen sie zwar an die Automaten heran, doch für ein Gespräch brauchen sie einen Termin und wiederum dieses Formular. Ebenso verhält es sich, nach unseren Informationen, mit den Notaren beim Kauf oder der Abwicklung eines Hauses, das sie kaufen wollen oder kurz vor dem Kaufabschluss stehen. Fragen sie im Bedarfsfall bei den Notariaten direkt nach um sicher zu sein. Hier wird nun vieles Online oder per Post erledigt. So hat die Post dieses mal weiter ihre normale Öffnungszeiten. Auf der Website von Orange.fr vom 02.11.20 16:58h steht unter anderem dies

Zitat Anfang:

Welche Geschäfte bleiben offen? 

Lebensmittelunternehmen sind zugelassen, ebenso wie Tätigkeiten, die für die Ausübung von Wirtschaftstätigkeit, Transport, Telearbeit und Landwirtschaft erforderlich sind: 

– Wartung und Reparatur von Fahrzeugen, Kraftfahrzeugen, Motorrädern, Fahrrädern, Landwirtschaft; Kraftstoffe; Lieferungen von Bauernhöfen benötigt.

– Geschäfte, die auf Computer- oder Telefonausrüstung (und Reparatur) spezialisiert sind; Baumaterialien, Eisenwaren, Farben und Glas; Textilien; Zeitungen und Schreibwaren; Pharmazeutika, Optik sowie medizinische und orthopädische Artikel; Samen, Dünger, Haustiere und Futter für diese Tiere; Tabak, elektronische Zigaretten, Dampfgeräte und Geräte.

– Vermietung von Kraftfahrzeugen; andere Maschinen, Geräte und Waren; landwirtschaftliche und Baumaschinen und -geräte.

– Wäscherei, Groß- und Einzelhandel. Großhandel. Finanz- und Versicherungstätigkeiten.

– Alle Lebensmitteleinzelhändler, einschließlich Minimärkte und Geschäfte mit mehreren Geschäften.

Zitat Ende

Mit Wirkung vom 28.11.20 wird der Wirkungskreis für die Freizeit erweitert sowohl im Radius wie auch in der Zeit, in der wir die Natur um das Haus herum Genießen dürfen!!! So haben wir im Moment noch einen Radius von 1km um das Haus und dürfen dies 1 Stunde am Tag, auch immer mit Genehmigung!!! Dann sind es 20km und 3 Stunden, so dass wir auch wieder ans La Mer dürfen. Wir freuen uns sehr darüber, denn das bisherige ist schon sehr knapp bemessen!!! Dass weiter die Masken-Pflicht gilt und auch die Genehmigungen ausgefüllt werden müssen, ist selbstverständlich und es gehört für uns mittlerweile auch dazu. Weitere Aktuelle Informationen finden sie hier beim Französischen Innenministerium

Mitte Dezember 2020 wurde die Isolation weiter aufgehoben und wir dürfen wieder frei im Land reisen, wenn wir dies richtig verstanden haben. Dafür tritt eine nächtliche Ausgangsperre in Kraft. Doch weiter sind viele Einschränkungen wirksam, die beachtet werden soll(t)en!!! Beim Einkaufen oder in den Städten gilt nach wie vor die Masken-Pflicht, sowie Abstand halten. In einigen Geschäften erlebten wir, dass nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern gleichzeitig Einkaufen durften. Am Ein- und Ausgang stand Personal und regelte dies.

Zur Allgemeinen Lage hier in Frankreich

habe ich diesen Link der Deutschen Vertretungen in Frankreich für sie Informationen in deutscher Sprache über die geltenden Regelungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Diese Infos werden immer wieder von den Deutschen Behörden aktualisiert, doch schauen sie sich bei Fragen auch auf den Seiten der Deutschen Ministerien um, wie dem Deutschen Außenministerium und/oder dem Deutschen Gesundheitsministerium. In Frankreich ist für solche Fragen das Französische Innenministerium  zuständig. Hier findet man die aktuellen Gesetze und Ausführungsbestimmungen, die für uns schon sehr Hilfreich waren. So laden wir die jeweilige App wegen der Ausgangsbeschränkungen herunter. In dieser werden dann die Gründe zum Verlassen des Hauses hinterlegt. Dies kann, und wird etvl., immer wieder von den Behörden kontrolliert, Verstöße mit Geldbußen belegt.

Haben sie Probleme mit dem Stromanbieter oder …., wenden sie sich vertrauensvoll an die örtliche Mairie (Bürgermeisteramt), die ihnen bestimmt helfen. Dies gerade in der Beziehung, dass sie hier Neu-Bürger sind und die Verwaltung verpflichtet ist, ihnen zu helfen. Vom Bürgermeisteramt Audierne kam keine Reaktion auf unser Hilfe-Ersuchen. In wenigen Tagen haben wir nun den Termin, den wir Engie France bekommen haben. Die Sicherung war verplombt und wurde in der Zwischenzeit von Engie France aussgetauscht.

Dass Auswandern und in ein anderes Land Einwandern nicht immer so einfach ist, wie meist in den Medien dargestellt wird, merken wir immer wieder. Viele Bretonische Freunde helfen uns und bauen uns immer wieder auf, keine Frage!!! Doch durch die Convid-19-Pandemie können und wollen wir die direkten und persönlichen Kontakte meiden, um unsere Freunde und auch uns nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Ein weiteres Problem ist für uns die fehlende Sprachkenntnis, auch wenn wir viel mit dem PC-Programm Duolingo lernen. Es kann aber nicht die Gespräche mit Nachbarn und Freunden ersetzen. So leidet auch unser Leben hier etwas, da wir seit Mitte März sehr zurückgezogen leben. Dies ist für uns aber kein Grund, die Freude am Leben hier, im Haus und Hof, der Natur und den Menschen, zu verlieren.

Eine weitere Sache ist, dass gerade viele Deutsche der Meinung sind, dass wenn sie bei uns in der Nähe Urlaub machen, sie auch spontan bei uns vorbeikommen können, um zu schauen wie wir wohnen. Dass auch wir ein Privat-Leben haben, das im Haus und im Garten weiter Arbeiten vorzunehmen sind, interessiert die wenigsten. Hier werden wir immer mehr STOP sagen!!! Auch sind wir Beide Bildende Künstler und  arbeiten daran, sind viel in der Natur, wo wir uns Anregungen oder Treibgut für die Kunst holen. Dieses wird dann in Bildern und Skulpturen eingebaut. Auch beim Kunstbetonieren arbeiten wir konzentriert, können den Beton nicht  auf die Seite stellen, weil gerade jemand kommt, der unser Haus sehen möchte. Menschen, die unsere Kunst kaufen wollen, melden sich dann schon entsprechend.

Vieles wird in Frankreich über das Internet abgewickelt und so lassen sich viele Behördengänge vermeiden, wie wir immer wieder feststellen müssen und können. Sind sie einmal im Französischen System erfasst, ist der Rest relativ einfach und sie bekommen viele aktuelle Informationen per Mail.

Heute war ich in in der Radiologie DOUARNENEZ und war begeistert. Das Personal war nett, freundlich und sehr kompetent!!! Die Einrichtung und medizinische Ausstattung top!!! Ich kam mit meinen wenigen Französischen Sprachkenntnissen gut zurecht, doch wenn man Französisch oder Englisch kann, ist es besser und hilfreicher. Mit dem Befund kann ich nun zu meiner Hausärztin gehen und dann wird von ihr ein Therapieplan erstellt. Arzt-Termine machen sie bequem von Zuhause aus über das Internet. Auch die Labore sind hier eine „andere Welt“. So ist in Pont Croix das Labor, das für das Cap Sizun zuständig ist. Die Werte bekommen neben der Ärztin/dem Arzt auch sie entweder per Post oder sie über das Internet. Vom Labor bekommen sie deshalb einen Zettel mit den entsprechenden Codes, wie die Internet-Adresse des Labors, ihre Identifications-Nummer und ihr Passwort. Auch hier haben wir den Eindruck, dass die Daten sicher sind. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Labors wirken auf uns sehr geschult und einfühlsam, sind freundlich und nett, haben Verständnis für uns und unsere Situation.

Immer mehr bekomme ich den Eindruck, dass das Digitale Zeitalter hier weiter ist, wie in Deutschland. Bargeld brauchen wir hier kaum noch, es geht meist über die Bankkarte und hier bis zu einem Betrag von 50.-€ oftmals Kontaktlos. Dies funktioniert selbst oft auf den Wochenmärkten, beim Fischhändler, der Bäckerei, den Ärzten oder …..

Von Tag zu Tag fühlen wir uns hier wohler, werden immer mehr angenommen und heimisch.

Doch wenn wir Elektrogeräte oder Fotoartikel suchen, dann fahren wir meist nach Quimper oder Douarnenez wo wir uns vieles direkt anschauen können. Dass wir dabei jedes mal eine Strecke hin und zurück von ca. 100km haben, lässt sich kaum ändern. So sind wir auch oft auf den Internet-Handel angewiesen und bis auf 1 Bestellung war die Sache auch in Ordnung. Eine Reparatur-Annahme für meine Fotoapparate habe ich hier leider noch nicht gefunden. Ich muss mal sehen, wie ich hier weiter komme. Die Kameras zu den Herstellern zu schicken, ist bei den Portopreisen und der Lieferzeit unrealistisch.

Mit der Zeit vergeht hier die Hektik und der Stress, gerade wenn sie Abseits und mitten unter der Bretonischen Bevölkerung leben. Wir zumindest werden ruhiger und gelassener, denn man hat Zeit eben. So kommt bei uns immer wieder der Spruch „Wir leben in einer anderen Welt hier“

Auch mit dem Wetter und seiner Vorhersage ist es so eine Sache, denn was die Wettermodelle vorher sagen, muss hier direkt an der Küste nicht immer passen und eintreten, dafür jedoch wenige Kilometer östlich und/oder im Landesinnere umso heftiger sein. So haben wir Regenfälle im Norden und bei Quimper erlebt, wo das Wasser nicht von der Straße weg laufen konnte. Hier auf Cap Sizun war dagegen kaum Regen.

Eine andere Geschichte ist, dass mein Deutscher Personalausweis bald abläuft und ich einen Neuen brauche. Also habe ich mich an das Deutsche Konsulat in Brest gewandt, das dafür aber nicht zuständig ist, sondern das Deutsche Konsulat in Rennes. Dies hat aber nun bis zum September geschlossen!!! Nach einem Kontakt mit der Deutschen Botschaft in Paris, sowie dem dortigen Konsulat, kann ich diesen aber nur in Paris persönlich beantragen und dann auch wieder dort persönlich abholen. Dies in Zeiten von „Corona“ und der Ausgangssperre, ebenso der Entfernung. Von den Kosten im Allgemeinen abgesehen. Wir haben aber Beidseitig eine Lösung gefunden, so dass ich nicht nach Paris muss. Und hier en France ist vieles ganz einfach und geht über das Internet. So gibt es viele, und für mich/uns immer mehr, Gründe, die Französische Staatsangehörigkeit eines Tages anzustreben.

Hier in Frankreich, hier in der Bretagne im Allgemeinen, ist vieles anderster, als wir dachten, als in Deutschland und gerade ich nehme immer mehr Abstand von dort, vor allem von der Gesellschaft, die nicht mehr zu mir passt. Ob ich hier am Sonntag den Rasen mähe oder unter der Woche bis 10:00h schlafe z.B., interessiert kein Mensch. So ist vieles und hier können wir in Ruhe auch als Künstler arbeiten. Viele Häuser, gerade die Alten Bauern- und Steinhäuser, werden nach und nach erst isoliert, wenn überhaupt. Der Nachteil hierbei ist jedoch, dass die Alten Mauersteine, oft aus Fels, dann nicht mehr sichtbar sind. Ob dies von der Stadt- oder Gemeindeverwaltung genehmigt wird, ist eine andere Sache. Man legt berechtigt großen Wert auf den Erhalt solcher Häuser im Original-Zustand. Wir selbst verfugen die Mauern Neu und ich denke, dass der Putz speziell dafür ist. Die Wärme eines Ofens, sowie das intensive Lüften, ist daher sehr wichtig bei solchen Häusern. Wir warten leider noch immer auf ein verlässliches Angebot zum Einbau eines 2. Ofens, der ins EG soll. Das Problem hier ist jedoch. dass der Kamin im 1. OG vom Dach her endet. Eine sogenannte „Sondage“ muss erst ausgeführt werden, um zu wissen, WO der Kamin im Inneren des Hauses endet, sodass erst dann die weitere Vorgehensweise besprochen werden, und ein Devi erstellt werden kann. Ich kann ihnen auch sagen, dass sie auch hier als Unwissende(r) mit Wörter und Begriffen konfrontiert werden, dass ihnen oft nur noch die Fragezeichen in den Augen sind. Ein „Devi“ ist nichts anderes, wie ein Kostenvoranschlag und doch ist dies der Fest-Preis.

Wir arbeiten fast jeden Tag mit meist großer Freude an unserem Traum, dem Haus, dem Garten, unserem Leben hier. Immer wieder tauchen Fragen und Probleme auf, die wir meist selbst lösen oder unsere Bretonischen Freunde um Rat fragen. Heute habe ich meine Laborwerte über das Internet geholt. Dann kam die Frage, dass ich in diesem Jahr meine Augen wegen einer Neuen Brille untersuchen lassen sollte. Der Augenarzt in Audierne ist in Rente und nun??? Die Freunde rieten mir, dass ich in Douarnenez einen solchen finden kann. Vieles wird hier Zentralisiert anscheinend, was seine Vorteile hat, zumal sich in Douarnenez ein Krankenhaus befindet. Ich werde sehen, wie ich dies mache, denn ich brauche ein Rezept für die Brille, damit die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden.

Wenn sie dauerhaft Medikamente brauchen, stellen sie sich auch darauf ein, dass der Lieferant der Apotheke die erforderliche Dosis-Größe nicht liefern kann. Doch selbst da ist man flexibel und verwendet eben unterschiedliche Dosen bis es passt.

Die Flexibilität ist ein Stichwort hier, denn das müssen sie in vielen Lebenslagen sein. Sie werden dies immer wieder feststellen, denn wir leben hier in einem anderen Land mit einer anderen Mentalität. Versuchen sie sich soweit es geht selbst zu helfen und sie werden sehen, sie können vieles, das sie nicht dachten. Bretonische Freunde und Nachbarn helfen gerne und so gut es geht, so unsere Erfahrungen und dafür sind wir sehr dankbar!!! Bei uns ist es jedoch so, dass uns diese Freunde, bedingt durch die Corona-Situation, nicht direkt helfen können, sondern meist nur über das Internet. Auf der anderen Seite lernen wir dadurch uns selbst zu helfen, auch die Sprache zu lernen.

Immer wieder wird mir die Frage gestellt, wie es hier mit Arbeitsplätzen ausschaut? Da ich in Rente bin, kann ich auch hier nur aus der Distanz, dem Gefühl und den bisherigen Eindrücken sprechen. Viele arbeiten in den Großstädten wie Quimper, Brest, Lorient oder auch Paris, fahren täglich hin- und zurück. Einige bleiben auch unter der Woche dort und kommen nur am Wochenende heim, hier her auf das Cap SizunWas jedoch von Vorteil ist, das wäre, wenn man über das Internet Homeoffice betreiben, und damit sein Geld verdienen kann. Auch da kennen wir einige, die davon Leben können.

Ein weiterer Vorteil, wenn man die Französische Sprache nicht kann, ist das Beherrschen der Englischen Sprache. Dies hilft in vielem weiter, keine Frage!!!

Oft kommen wir bei Fragen gerade in den Bauhäusern mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Gespräch, weil wir nicht wissen „Wie heißt …. auf Französisch?“. Mit Händen und dem Translater, sowie der Zeichensprache kommen wir dann meist weiter. Dann sagen wir, dass wir hier seit knapp 3 Jahren Leben und bleiben wollen. Die Freude ist meist groß, verbunden mit einem „Bienveneu“ und einem strahlen in den Augen. Wenn wir dann wieder kommen, erinnern sich viele an uns, versuchen auch gleich zu helfen. Dies ist für uns ein schönes Gefühl, auch dass wir hier angenommen werden.

 

Einen Tipp in eigener Sache zu meiner Website hier:

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Und immer wieder muss ich herzhaft Lachen, wenn Post aus Deutschland kommt, so zuletzt von der Krankenkasse. Hier frage ich dann nach, wie das funktionieren soll, wenn diese Formulare in Deutsch geschrieben sind, was in Frankreich kaum jemand Lesen kann. Wir Leben ja in Europa!!! Dann kommt oft ein Erstaunen und man wird sich der Sache erst richtig bewusst. Nach einigen Tagen erhalte ich meist eine Antwort, mit der ich Leben kann. Mittlerweile sehen wir vieles gelassen und wissen, wie wir zu reagieren haben. Es zeigt mir aber, was Europa, und seine Staaten, für das Deutsche Verständnis bedeutet. Es gibt aber auch Ausnahmen, das möchte ich hier auch erwähnen!!! So bei der Auto-Ummeldung der Landkreis Germersheim, der mir dankenswerterweise sehr entgegen kam!!! Hier wusste man, um was es geht und handelte auch danach. Das war überraschend und ganz toll!!! Gerade als Auswanderer stürzen viele Dinge auf einen ein, von denen man keine Ahnung hat, wozu noch die sprachlichen und Verständnis-Probleme kommen.

Hier wird jedoch auch das gelebt, wovon man in Deutschland nur spricht: Die Eingliederung in die Gesellschaft der Bretonen hier. Wir gehen auf die Menschen zu, fragen und bitten um Hilfe, wenn wir nicht weiter kommen. Oft bekommen wir kurz darauf Antworten, Adressen oder sonstige Hilfen, denn mehr geht während der Pandemie und der Isolation kaum. So arbeiten wir viel zurückgezogen im Haus und Garten und auch dies wird registriert. Man kennt uns hier an vielen Ecken des Cap Sizun bereits und freut sich immer wieder, wenn man uns erkennt. So erleben wir unsere Eingliederung sehr POSITIV!!! 

Ein Aktuelles Thema für mich ist im Moment meine Steuererklärung. Diese habe ich bisher in Deutschland abgegeben, immer gesagt und angegeben, dass ich in Frankreich nun dauerhaft lebe. Im letzten Jahr wurde ich an dann ans Finanzamt Neubrandenburg überstellt, das für Deutsche, die im Ausland leben, zuständig ist. Hier wollte ich nun meine Neue Steuernummer wissen, um meine Erklärung bearbeiten zu können. Die telefonische Anfrage ergab nun, dass es zwischen Deutschland und Frankreich seit einigen Jahren ein Abkommen gibt/gäbe, dass Deutsche die ständig in Frankreich leben, ihre Steuer hier erledigen müssen. So gingen wir hier zum Finanzamt. Das Staunen war bei einem ersten, und kurzen, Vorgespräch groß!!! Die Steuererklärungen werden in Frankreich im Mai erledigt und so müssen wir uns/ich mich zu gegebener Zeit um einen Termin kümmern. Ich bin gespannt, was da noch auf mich zukommt und werde ihnen dann hier weiter berichten.

Immer wieder werden wir hier mit Kreuzottern, von den Bretonen und Franzosen als Vipern, konfrontiert. Diese Tiere findet auf den Wanderwegen, aber auch im Garten immer wieder.

Kreuzotter

Ihr Biss ist für den Mensch sehr schmerzhaft und es empfiehlt sich, einen Arzt oder Apotheker aufzusuchen. Die Tiere sind jedoch noch mehr für Hunde gefährlich, wie uns immer wieder berichtet wird. Durch den milden Winter im Jahr 2020/2021 sollen sie sich stark vermehrt haben. Wenn ich Rasen mähe, habe ich meist Stiefel und lange Hosen an, um mich zu schützen. Auch ziehen sie sich in der Regel zurück, wenn sie durch Erschütterungen (den Rasenmäher oder festes Auftreten auf den Boden) gestört werden.

Einem weiteren Tier sollten sie gerade in der Urlaubszeit unbedingt Beachtung schenken, dem sogenannten Petermännchen

Petermännchen 1

Petermännchen 2

Kaum sichtbar und gut getarnt, wie man auf diesen Aufnahmen sieht. Der Stich seiner Stacheln in der Rückenflosse und im Kiemenbereich soll jedoch sehr schmerzhaft sein. Suchen sie in einem solchen Fall unbedingt einen Arzt auf!!! Es kann sein, dass die diesen Tieren begegnen, es muss es aber auch nicht.

Im Moment blüht es an Allen Ecken und Enden hier. Es macht uns einen riesen Spaß, den Garten nach unseren Vorstellungen anzulegen. Dabei sind wir immer wieder in den Weilern der Umgebung unterwegs, um uns Anregungen zu holen. Dabei kommen dann auch solche Aufnahmen heraus, wie diese hier

Weißdorn-Blüte

In den Garten-Märkten finden sie eine reichhaltige Auswahl an hochwertigen Pflanzen oder fragen sie doch einmal ihren Nachbarn, ob er keinen Ableger für sie hat? So war ich auch auf dem Kompostplatz und fand eine Palme für den Garten. Warum nicht. Was uns auffällt ist, dass es hier sehr alte Obstbäume gibt, die noch immer herrlich schmeckende Früchte tragen. Auch ist hier vieles Naturbelassen und kaum versiegelt. So können sich die Tiere halten und im Sommer trocknet es nicht so schnell aus, die Temperaturen sind milder. Die Städte im Allgemeinen sind durch die Blumen viel schöner anzusehen, egal ob hier an der Küste oder tief im Landesinnere von Frankreich, das einfach „ein Blumen-Land“ ist.

Ein Besuch in einem Baumarkt ist meist ein Erlebnis hier. So stellt sich uns oft die Frage „Wie heißt oder nennt sich dies auf Französisch?“ Grübel, grübel Eine(r) der Mitarbeiter(innen) wird gefragt und dann geht es los!!! Mit Händen und Füßen, auf Französisch, Englisch und Deutsch wird es versucht und dann findet man Gemeinsam, was wir suchen. Immer wieder kommt jemand vorbei und erkundigt sich, ob man helfen kann und die Menschen freuen sich, sind sehr nett und aufgeschlossen uns gegenüber. Am Schluss ein „Au revoir et kenavo“, ein „Nous sommes des Nouveaux Bretons“ und alles lacht und freut sich. Das ist das Leben hier für uns, hier sind wir Zuhause!!!

Auch für uns wird das Thema „Impfen-lassen“ immer interessanter nun, denn wir sehen, wie sich viele Urlaubsgäste hier verhalten. Vor 2-3 Wochen erkundigte ich mich und da hieß es, dass man hier erst ab 75 Jahren geimpft werden kann. Aus gesundheitlichen Problemen waren wir nun wieder in der Arztpraxis und sprachen dieses Thema wieder an. Wir bekamen ein Info-Gespräch über die Situation und wie dies hier gehandhabt wird, auch über die eventuellen Risiken und Nebenwirkungen. Dieses Gespräch in einer angenehmen Atmosphäre und für uns klar verständlich, war überzeugend. Wir leben in einer Region, in die viele Touristen kommen, also wollen wir uns auch schützen. Einen Termin für die Impfung haben wir wahrgenommen und wurden geimpft. Eine Wahl zwischen den Impfstoffen, den es evtl. anderorts gibt, hatten wir nicht, denn es gibt hier nur einen Impfstoff. Es war alles problemlos und wir bekamen gleich einen Termin für die 2. Impfung. Am Tag nach der Impfung waren wir sehr müde und haben viel geschlafen. Ob dies nun mit der Impfung selbst oder mit unserer vielen Arbeit der letzten Monate zu tun hat, wissen wir nicht, ist auch egal. So nutzten wir auch das Osterwochenende, um uns zu erholen. Immer wieder erleben wir in schriftlicher Form und Info, dass es noch immer Menschen gibt, die das Ganze herunter spielen!!!! Ein Facebook-„Freund“ meldete sich nun und berichtete, dass er starke Atemnot bekam und nun mit der Brasilianischen Variante unter Sauerstoff-Zugabe im Krankenhaus liegt, das schlimmste aber nun hinter sich hätte. Ein Treffen, auf das er bisher großen Wert legte, aber erst NACH Beendigung der Pandemie und der Immunisierung zu Stande kommen könne!!!! Wir werden uns nun schonen und weiter sehr zurückhalten. Dies unabhängig der 3. Isolation, die wir gerade in Frankreich haben, bzw. die am Wochenende für den gesamten April angeordnet wurde.

 

Diese Seite wird weiter vervollständigt und vermittelt meine/unsere persönlichen Eindrücke, die jedoch in anderen Landesteilen anderster aussehen können.