Steuer

Die Steuer

Die Steuer war auch so eine Sache

Bereits früh, nachdem wir hier im Finistére waren und klar war, dass wir hier bleiben, habe ich mich mit dem für mich damals zuständigen Finanzamt in Verbindung gesetzt und meine Situation geschildert. Ich gab meine Steuererklärung wie gewohnt ab, mit der Adresse hier in Frankreich und niemand störte sich darum. Zu dieser Zeit stürzte sehr vieles auf mich ein, veränderte sich und ich war noch immer wegen “der schnellen Auswanderung” neben der Spur. in dieser Zeit hörte und las ich viel, konnte dies aber nicht richtig verstehen und einordnen. So wurde ich in einer der deutschen Facebook-Bretagne-Gruppen darauf aufmerksam gemacht, dass ich mich hier beim Finanzamt anmelden muss, doch das war in dem Moment für mich alles zu viel, zumal ich auch erst anfing, die Sprache zu lernen, vieles zu verdauen und langsam zu verarbeiten.

So lief die Sache weiter, bis ich im letzten Jahr weitere Probleme mit der Steuererklärung hatte, mein Steuerprogramm streikte!!! Also rief ich wieder in Deutschland an und kam an einer anderen Stelle im Amt heraus. Die Steuer für mich wird nun vom Finanzamt Neubrandenburg (RiA) bearbeitet. Also rief ich da an, denn ich möchte doch nur meine Steuer als Rentner abgeben, der nach Frankreich ausgewandert ist. Hier war das Erstaunen auf beiden Seiten groß, denn ich erfuhr, dass es seit sehr vielen Jahren ein Abkommen zwischen Deutschland und Frankreich gibt, dass Auswanderer wie ich ihre Steuer in Frankreich begleichen müssen. Und nun???? 😱😱😱

Wir zum Finanzamt nach Douarnenez, um die Sache zu klären. An der Anmeldung verstand man uns nicht, weder von der Sprache, noch wegen des Grundes unseres Besuches. Jedoch war man sehr freundlich und verwies uns darauf, dass wir Anfang Mai noch einmal kommen sollen. Nun ist es so, dass zu dieser Zeit in ganz Frankreich die Steuererklärungen abgegeben werden, was uns auch Neu war. Als wir zu dem Termin kamen und uns der Sachbearbeiter sah, kam er ins Schwitzen, denn wir wollten zwar, konnten uns aber Sprachlich nicht in der Sache selbst verständigen. Am Nebentisch saß eine Dame, die mitbekam, wie wir uns “bemühten” und sie fragte, ob sie uns helfen könne, denn sie spricht etwas Deutsch!!! Sie war in dem Moment ein Engel für uns oder besser für mich, denn es ging ja um meine Steuer. Sie konnte dem Sachbearbeiter die Lage schildern und er schrieb mir auf, welche Unterlagen er benötige. Er verstand die Deutschen Behörden nicht, dass die mich nicht darauf aufmerksam machten, dass ich mich in Frankreich steuerlich anmelden muss!!! Wir bekamen einen weiteren Termin und da nahmen wir die Dame gleich mit, zumal sie nicht allzu weit von uns entfernt wohnt.

Ein weiteres Problem tauchte nun auf, denn ich bin ja Schwerbehindert, habe jedoch nur einen Deutschen Schwerbehinderten-Ausweis, den ich mir vorher noch nie so genau angesehen habe. Darauf steht jedoch NICHT in französischer Sprache, dass dies ein solcher ist!!! Die Dame erklärte es dem Sachbearbeiter und ich hatte noch weitere Papiere dabei, die dies beleg(t)en, jedoch in Deutscher Sprache. Er gab die Daten in sein System ein, die er brauchte und rechnete. Am Schluss gab er mir einen Zettel, in dem meine Steuerschulden beim Französischen Staat standen und in welchem Abstand ich diese begleichen muss. Dies würde ich noch schriftlich bekommen, dann auch mit einer für mich eigenen Steuernummer.

Nach einiger Zeit kam dann auch dieses Schreiben. Nun bezahle ich meine Steuer monatlich hier im Voraus und von Juli bis Dezember in diesem und im kommenden Jahr die Steuer als Nachzahlung, was nicht unerheblich bei mir für mich ist!!!

Die Steuer werde ich nun soweit es geht in Zukunft über das Internet abgeben, evtl muss ich auch noch einmal persönlich beim Finanzamt vorbei kommen, das müssen wir abwarten.

Sie sehen, die Steuer war auch hier für uns eine große Nervensache, dazu die Geschichte mit der Schwerbehinderung, bis diese dann von der Finanzverwaltung anerkannt wurde. Vieles ist mir/uns auch hier noch unbekannt und wir werden uns auch da nach und nach noch einarbeiten, fragen müssen.

Wenn sie als Auswanderer nach Frankreich gehen, melden sie sich bald in Deutschland ab und hier an. Sie sehen, wie es mir ging.

Was mir der Deutsche Schwerbehinderten-Ausweis brachte, ist eine eigene Geschichte, über die ich noch schreiben werde. Er wurde in diesem Fall jedoch nach einigen Diskusionen, mit Hilfe der Dame die diesen erklärte, anerkannt und dies ist für mich wichtig!!! 😊😊😊 👍👍👍

Hier bretagne-urlaub-und-reise-tipps Die Geschichte zweier Auswanderer

finden sie noch mehr unserer Erlebnisse und bestimmt werden sie sich, wie wir, oft fragen “WO ist da das Europa, von dem in Deutschland so geschwärmt wird???!!!” 😱😱😱

Auch hier muss ich sagen, dass ich mich bei dem Steuersachbearbeiter in  Douarnenez in guten Händen fühlte, nachdem er den Sachverhalt kannte!!! 👍👍👍

Wie es in der Zukunft weiter geht, werden wir sehen. Doch bin ich zuversichtlich!!! 😊😊😊 👍👍👍

Das “Beitragsbild” für diesen Beitrag für habe ich aus dem Internet

 

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